Mein Pimax Crystal Super Zubehör: Diese Upgrades sind geblieben

Nach fast einem Jahr mit der Pimax Crystal Super hat sich mein Setup ziemlich eingespielt. Vieles habe ich ausprobiert, manches wieder aussortiert und einige Dinge sind dauerhaft geblieben.

Dabei geht es in diesem Artikel nicht um Software, OpenXR-Einstellungen oder Bildqualität. Es geht ausschließlich um das Zubehör, das meine tägliche Nutzung der Crystal Super langfristig verbessert hat. Manche dieser Upgrades betreffen direkt das Headset, andere begleiten mich mittlerweile unabhängig davon, welches PCVR-Headset ich nutze.

Wie die Idee zu diesem Video entstanden ist

Die Idee zu diesem Video kam eher zufällig.

Vor einigen Wochen schrieb mich Joe von Antlion an und fragte, ob ich Interesse hätte, das ModMic Wireless zu testen. Das Kuriose daran: Ich besaß das Mikrofon bereits seit längerer Zeit und nutzte es regelmäßig, hatte aber nie ein eigenes Video darüber gemacht. Während ich darüber nachdachte, wurde mir klar, dass es eigentlich noch einige weitere Zubehörteile gibt, die seit Monaten fester Bestandteil meines Crystal-Super-Setups sind. Warum also nicht einmal zeigen, welche Upgrades sich langfristig wirklich bewährt haben? Genau daraus entstand die Idee zu diesem Video, auf dem auch dieser Artikel basiert.

Mehr Komfort durch Studioform Creative

Wenn ich heute auf meine Crystal Super schaue, könnte man fast sagen, sie ist vollständig „studioformed“.

Das originale Face Cushion von Pimax ist durchaus brauchbar, aber bei längeren VR-Sessions war das Headset für meinen Kopf nie wirklich optimal. Mit dem Zubehör von Studioform Creative hat sich das deutlich verändert. Das Gesichtspolster gibt es wahlweise mit Kunstleder oder Stoffbezug. Besonders gut gefällt mir, dass verschiedene Spacer beiliegen, mit denen sich das Polster individuell an die eigene Gesichtsform anpassen lässt. Gerade diese kleinen Anpassungen machen am Ende einen erstaunlich großen Unterschied. Auch das größere Rear Pad verteilt den Druck wesentlich angenehmer über den Hinterkopf. Das Headset sitzt stabiler und fühlt sich insgesamt komfortabler an.

Am meisten überzeugt mich aber bis heute das Apache Strap. Im Vergleich zum Pimax Comfort Top Strap fehlt zwar das praktische Einstellrad, dafür verteilt das breite Stoffband den Druck wesentlich gleichmäßiger über den Kopf. Gerade nach längeren Spielsessions merke ich deutlich, dass ich weniger Druck auf der Kopfoberseite habe. Etwas ungewöhnlich klingt zunächst das letzte Upgrade: zusätzliche 150 Gramm Gegengewicht am Hinterkopf. Eigentlich macht man das Headset dadurch schwerer. In der Praxis fühlt es sich für mich jedoch leichter an. Durch die bessere Balance muss ich das Headset kaum noch gegen das Gesicht pressen. Es sitzt nahezu von selbst vor den Augen und bleibt dort auch. Dieses kleine Upgrade möchte ich mittlerweile nicht mehr missen.

Mit einem guten Tragekomfort allein ist es allerdings noch nicht getan. Wenn ich schon per Kabel spiele, dann möchte ich mich dabei auch möglichst frei bewegen können.

Pimax Crystal Super Studioform Kit
Pimax Crystal Super mit dem kompletten Studioform Kit

Warum ich weiterhin mit Kabel spiele

Ich spiele nach wie vor überwiegend PCVR. Kabellos wäre natürlich schön – allerdings nur dann, wenn es keinerlei Kompromisse bei Bildqualität oder Latenz gäbe. Bis dahin bleibe ich gerne beim Kabel.

Damit dieses möglichst wenig stört, nutze ich seit Jahren das Kabelmanagement-System von VR Wire. Für Flugsimulatoren oder Rennsimulationen genügt oft schon ein einfacher Deckenhaken. Sobald ich mich jedoch frei im Raum bewege, macht das Rollensystem von VR Wire einen deutlichen Unterschied. Schade finde ich lediglich, dass das ursprüngliche Komplettsystem inzwischen nicht mehr verkauft wird. Umso sympathischer ist es, dass VR Wire der Community trotzdem eine ausführliche DIY-Anleitung zur Verfügung stellt, mit der sich das System aus Standardkomponenten nachbauen lässt. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Wenn das Headset angenehm sitzt und sich das Kabel kaum noch bemerkbar macht, bleibt noch ein Punkt, der mir gerade als Content Creator immer wichtiger geworden ist: die Sprachqualität.

VR Wire
Kabelmanagement mit VR Wire 2
VR Wire
Kabelmanagement mit VR Wire 2

Das ModMic Wireless hat sich still und heimlich etabliert

Mit den DMAS-Lautsprechern der Crystal Super bin ich bis heute sehr zufrieden. Beim integrierten Mikrofon sah das dagegen anders aus. Für Streams oder Sprachaufnahmen war mir die Qualität einfach nicht gut genug.

Lange Zeit habe ich deshalb das Rode Wireless GO II genutzt. Das funktionierte grundsätzlich gut, allerdings drehe ich mich in VR ständig. Dadurch verändert sich auch ständig die Position des Mikrofons, was sich direkt auf den Klang auswirkt. Das ModMic Wireless löst dieses Problem sehr elegant. Es sitzt magnetisch direkt am Headset und bleibt dadurch immer im gleichen Abstand zum Mund. Die Einrichtung ist denkbar einfach: Dongle einstecken, koppeln und loslegen.

Besonders praktisch finde ich, dass das Mikrofon nicht an die Crystal Super gebunden ist. Es funktioniert genauso gut an anderen VR-Headsets oder sogar an normalen Kopfhörern. Damit ist es für mich eine Anschaffung, die wahrscheinlich noch mehrere Headset-Generationen begleiten wird. Mein Rode Wireless GO II nutze ich übrigens weiterhin – allerdings inzwischen hauptsächlich für Interviews oder andere Aufnahmen außerhalb von VR.

Interessant ist dabei, dass weder das ModMic noch das Kabelmanagement eigentlich speziell für die Crystal Super angeschafft wurden.

ModMic Wireless
ModMic Wireless
ModMic Wireless Pimax Crystal Super
ModMic Wireless & PImax Crystal Super

Zubehör, das mehrere Headset-Generationen überlebt

Gerade VR Wire und das ModMic haben etwas gemeinsam. Beide Produkte haben bereits mehrere Headsets begleitet und werden das vermutlich auch in Zukunft tun.

Das Kabelmanagement hat bei mir schon die Valve Index, die Pimax Crystal und mittlerweile auch die Crystal Super begleitet. Beim ModMic sehe ich das ähnlich. Solange die integrierten Mikrofone vieler Headsets eher durchschnittlich bleiben, wird es vermutlich auch an zukünftigen Headsets seinen Platz finden.

Ein Zubehörteil kam allerdings erst später dazu und löste ein Problem, das es bei früheren Pimax-Headsets so gar nicht gab.

Mehr Bewegungsfreiheit durch eine DIY-Kabelverlängerung

Dieses Upgrade verdanke ich nicht meiner eigenen Idee, sondern meinem Kollegen Reinhard.

Mit der Crystal Super hat Pimax das Verbindungskabel etwas kürzer gestaltet als bei früheren Modellen. Für viele dürfte das überhaupt keine Rolle spielen. In meinem Fall wurde es mit dem Deckenkabelsystem allerdings ziemlich knapp. Reinhard hatte deshalb mit einer aktiven Kabelverlängerung experimentiert und gezeigt, dass sich das Kabel problemlos auf über neun Meter verlängern lässt. Ich habe diese Lösung nachgebaut und kann bestätigen, dass sie zuverlässig funktioniert.

Natürlich ist so eine Verlängerung nicht besonders elegant. Sie benötigt zusätzliche Signalverstärkung und eine eigene Stromversorgung. Im Alltag funktioniert sie aber absolut zuverlässig und gibt mir genau den Bewegungsradius zurück, den ich zuvor gewohnt war.

Wenn ich heute noch einmal ganz von vorne anfangen müsste, würde ich allerdings nicht alles gleichzeitig kaufen.

Kabelverlängerung mit Displayport und USB
Kabelverlängerung für die Pimax Crystal Super

Welche Upgrades ich heute zuerst kaufen würde

Meine Prioritäten wären mittlerweile ziemlich klar.

An erster Stelle würde ich wieder zum Komfort-Upgrade von Studioform Creative greifen. Kein anderes Zubehör verändert das Tragegefühl der Crystal Super für mich so deutlich. Direkt danach käme das ModMic Wireless. Gerade wenn man regelmäßig Videos produziert, streamt oder viel mit anderen Spielern kommuniziert, lohnt sich dieses Upgrade aus meiner Sicht besonders.

VR Wire und die Kabelverlängerung würde ich eher als optionale Ergänzungen sehen. Sie hängen stark davon ab, wie groß der eigene Spielbereich ist und wie sehr einen das Kabel im Alltag tatsächlich stört.

Fazit

Nach vielen Monaten Nutzung hat sich mein Setup erstaunlich wenig verändert. Vieles, was ich ausprobiert habe, ist irgendwann wieder verschwunden. Die Zubehörteile, die geblieben sind, haben sich ihren Platz im Alltag verdient.

Für mich besteht dieses Langzeit-Setup aus mehr Komfort durch Studioform Creative, besserem Sound über das ModMic Wireless und einem Kabelmanagement, das PCVR deutlich angenehmer macht. Mich würde interessieren, welche Upgrades bei euch dauerhaft geblieben sind. Vielleicht nutzt ihr sogar einige der gleichen Lösungen oder habt Zubehör entdeckt, das ich bisher noch gar nicht auf dem Schirm hatte.